St. Agatha Bleiwäsche

Kirchengemeinde des PR Wünnenberg-Lichtenau

Pfarrkirche St. Agatha Bleiwäsche
Es ist anzunehmen, dass Peter Schneider, der den Altar der Ahdener Kirche schuf, auch den Bleiwäscher Altar gestaltet hat. Baumeister Mündelein baute die Ahdener Kirche nach dem Vorbild der Bleiwäscher Kirche 10 Jahre später. Unser Altar ist vom Künstler Peter Schneider nicht sichtbar signiert, ähnelt aber in der Gestaltung dem Ahdener Altar. Die in etwa gleiche Aufteilung und der Aufbau des Altars sind auffällig gleich, wenn auch im Detail verschieden.

Die Heiligenfiguren der hl. St. Agatha, der hl. Barbara, des hi. Josef, des hl. Antonius von Padua, des hl. Aloysius und des hl. Michael entstammen fast ausschließlich der alten Kirche aus dem vorigen Jahrhundert.

1840 wird von einem Lehrerseminar in Büren eine gebrauchte große Orgel erworben, die ursprünglich aus dem ehemaligen Benediktinerkloster in Willebadessen stammt. Gebaut wurde sie von einem französischem Emigranten, der in Paderborn unter dem Namen Hieronymus bekannt ist. Noch heute ist diese Orgel, die inzwischen mehr als 200 Jahre alt ist, in der Bleiwäscher Kirche zu hören.
Das Geläut unserer Kirche besteht aus 3 Glocken, St. Agatha, die D-Glocke, St. Antonius, die C-Glocke und St. Maria, die H-Glocke. Die Agathaglocke ist die Totenglocke*. Früher war sie auch immer die Feuerglocke, denn St. Agatha ist auch die Schutzpatronin gegen Feuer. Im April 1942 wurden der kath. Kirchengemeinde 2 Glocken für Rüstungszwecke enteignet, der Chronik nach die zwei größten, die St. Agatha- und die St. Antoniusglocke. Die Firma Junker Brilon lieferte im Dezember 1948 zwei neue als Ersatz, die in Größe, Gewicht und Ton den 1942 abgelieferten gleich sind.

Immer wieder wird das Kirchengebäude renoviert und modernisiert. 1957 werden die feuchten alten Sandsteine des Kirchenbodens durch italienische Marmorplatten ersetzt. der Tabernakel des Hochaltars wird 1960 erneuert und der alte in den Marienaltar integriert. 1965 entsteht aus einem Teil der alten Kommunionbank ein Altar. Der Priester ist ab diesem Zeitpunkt beim Gottesdienst dem Volke zugewandt. Die Kanzel wird abgebaut und dient als Ambo.

1981 wird die Kirche vollkommen renoviert und 2010 beginnen Umbauarbeiten im und am Gebäude. Ein Behinderteneingang mit Rollstuhlrampe wird geschaffen, die Fenster restauriert und doppelt verglast, der Innenraum mit einem neuen Anstrich versehen, der Altarraum vergrößert und ein neuer Altar aus Stein angeschafft. Im Fuße des Altars ist ein Schmuckstein aus Bleiglanz eingearbeitet, ebenso eine Reliquie vom Märtyrer Romulus, sowie der hl. Katharina und der hl. Ursula.

Die St. Agatha Kirche in Bleiwäsche ist denkmalgeschützt.